Hallo ihr Lieben,
lange war es ruhig hier, aber das lag keinesfalls daran, dass nichts passiert ist. Im Gegenteil. Die letzte Woche ist nun angebrochen – sowohl für das Schiff im Dry Dock als auch für mich.
Einerseits freue ich mich riesig auf meine Heimreise, andererseits fällt mir der Abschied von der Crew und dem Leben an Bord auch nicht leicht. Ich habe hier viele neue Freunde kennengelernt, und das Leben auf einem Schiff hat definitiv seinen Suchtfaktor!
Aktuell befinden wir uns seit dem 10. Februar im Dry Dock in Dubai. Es ist einfach faszinierend, das Schiff von unten zu sehen. Gleichzeitig ist es ein bisschen seltsam, dass es nachts nicht mehr schwankt. Auch die vielen verschiedenen Arbeiter und Teams von den Firmen und dem Dry Dock an Bord bringen eine spannende Atmosphäre, und ich konnte schon viele neue Dinge lernen. Die Arbeitstage sind jetzt etwas länger, aber das ist kein Problem – dafür haben wir auch früher Feierabend. Da wir ohne Pause durcharbeiten, haben wir in Dubai auch die Chance, das Nachtleben zu erleben, das hier sehr lebendig ist.
Im Rahmen des Dry Docks gab es für uns einige Besuche an Orte, zu denen man sonst nicht so oft kommt, wie zum Beispiel der Maschinenraum und die Brücke. Es war wieder eine tolle Gelegenheit, hinter die Kulissen zu schauen.
Seit Weihnachten ist so viel passiert! In meiner Freizeit habe ich mich bemüht, noch die letzten interessanten Orte zu entdecken. Ein Highlight war definitiv eine Fahrradtour mit der Shore Activities Abteilung. Ich hatte die Gelegenheit, Doha auf dem Rad zu erkunden – eine sehr angenehme Art, die Stadt zu entdecken, vor allem, da wir Orte besuchten, die nur einen Katzensprung von unserem Terminal entfernt waren, aber die ich vorher noch nie gesehen hatte. Auch Museumsbesuche standen auf dem Plan: Das Qatar Nationalmuseum beeindruckte mich durch seine Architektur, auch wenn mich die Ausstellung inhaltlich nicht ganz überzeugte. Im Gegensatz dazu war der Besuch des Louvre in Abu Dhabi ein voller Erfolg. Der moderne Bau hat mich fasziniert und die Ausstellung konnte mich schlussendlich auch inhaltlich begeistern, obwohl es zwischendurch schwierig war, das Ziel einiger Ausstellungen zu verstehen.
Das relativ warme Wetter nutzten wir natürlich auch für ein letztes Bad am Strand von Khasab. Danach haben wir in einem lokalen Restaurant gegessen – typisch für das Land auf dem Boden sitzend und barfuß. Eine tolle Erfahrung! In Doha stand eine Stadtrundfahrt auf dem Programm, und in Muscat machten wir eine Runde mit dem BigBus (Hop-on-Hop-off-Bus), auch wenn die Zeit nicht ausreichte, um auszusteigen.
Die Abende an Bord waren geprägt von Partys, die eine super Zeit bereiteten. Seit dem Dry Dock sind diese jedoch weniger geworden, da ich nun mehr Wert auf Ausflüge lege.
Am 25. Februar freue ich mich dann sehr, wieder zu Hause zu sein! Meine Reise geht von Dubai über Istanbul nach Leipzig – ich hoffe, dass alles reibungslos klappt. =)























































