Die letzten Tage waren unglaublich ereignisreich, und all die Eindrücke hier widerzuspiegeln, ist eigentlich unmöglich – aber ich versuche es. Warnung: Es wird ein bisschen länger.
Kurz vor Kapstadt wurde der Seegang wirklich heftig, und mir ging es abends leider nicht besonders gut. Direkt nach der Arbeit habe ich mich ins Bett verkrochen und war am nächsten Morgen froh, halbwegs erholt aufzuwachen. Draußen war es schon hell – das ist immer ein merkwürdiges Gefühl auf See. Die Wellen waren zwar etwas ruhiger geworden, doch das Schiff rollte immer noch spürbar.
Direkt nach dem Anlegen hatten wir das Glück, als eine der ersten Gruppen von Bord zu gehen, um offiziell in Südafrika einzureisen. Danach bekamen mein Kollege Hamdi und ich eine Pause, die wir direkt für einen ersten Erkundungsgang in Kapstadt nutzten. Unser Ziel: die berühmte Waterfront, ein lebendiges Touristenviertel voller moderner Kunst, beeindruckender Architektur und Security an jeder Ecke. Es gab eine Menge zu sehen, und wir schossen unzählige Fotos. Wir erkundeten die große Mall, fuhren mit dem Riesenrad und besuchten das beeindruckende Stadion.
Eindrücklich war der Kontrast: Gegenüber dem Stadion lag ein Slum, und direkt daneben befand sich ein Wohnheim. Solche Gegensätze in unmittelbarer Nähe machen nachdenklich. Zurück in der Mall suchten wir uns schließlich etwas zu essen – es gab Shawarma, ein beliebtes Gericht aus der arabischen Küche mit mariniertem Fleisch und frischem Gemüse in Fladenbrot. Gestärkt kehrten wir schließlich zum Schiff zurück.
Am Abend traf ich mich dann noch mit ein paar Kollegen im Coffee Shop, und aus einem kurzen Treffen wurde schnell ein längerer Abend. Am nächsten Tag stand Check-in und Wechseltag an – immer ein anstrengender Tag für die IT-Crew, und so habe ich meine Pause gleich fürs Schlafen genutzt. Abends hatten wir dann endlich Feierabend, und keine 20 Minuten später war das gesamte IT-Team auf dem Weg zum Irish Pub, der bis spät geöffnet war. Dort trafen wir unseren Kollegen Kristof, der bereits am Nachmittag Feierabend gemacht hatte und sich einen entspannten Start in seinen letzten Abend gegönnt hatte. Der Pub war gut besucht, und sogar ein DJ legte auf – leider nur bis 22:30, aber wir hatten trotzdem eine großartige Zeit.
Am nächsten Morgen durfte ich erst um 12 Uhr anfangen und habe die Gelegenheit genutzt, um vor dem Dienst noch einmal in die Mall zu gehen. Überraschenderweise war vieles dort teurer als in Deutschland, vor allem in den Luxusgeschäften. Die Arbeitsschicht war dann alles andere als entspannt – es war ein echtes Marathon-Programm. Gegen Abend wurde es endlich ruhiger, und ich habe wieder einiges dazugelernt. Ein Ereignis, das ich heute erlebt habe, werde ich sicher so schnell nicht vergessen – leider kann ich es aus Diskretionsgründen hier nicht im Detail beschreiben.
Kapstadt hat auf jeden Fall bleibenden Eindruck hinterlassen – sowohl die Stadt als auch die intensiven Tage an Bord. Eine Stadt, welche ich mir noch mal im Detail anschauen komme.
Nun geht es weiter nach Dubai: 10 Seetage stehen an. Wer das Schiff verolgen möchte kann das zum Beispiel hier: https://www.cruisemapper.com/?imo=9678408


















Moin, das klingt ja alles sehr aufregend. Schön, dass du den Seegang gut überstanden hast. Ich hoffe auf 10 ruhige Seetag Richtung Dubei.
Lass es dir weiterhin gut gehen.
Moin, danke für deinen Kommentar. Aktuell schaukelt es ruhig lang hin. Es ist wieder sehr stürmig draußen, mit 92km/h windgeschwindigkeit. Dafür aber blauer Himmel und Sonnenschein bei 20 Grad Celsius. Viele Grüße aus dem südlichsten Afrika zu euch in den hohen Norden 😉
Hallo Phillip, schön dass es dir gut geht und auch etwas Zeit für dich hast. Toll ist es schon, wenn man unbekannte Ziele erreichen und erobern kann. Wir freuen uns sehr für dich. Nimm alle Eindrücke die du bekommen kannst für dich mit. Wünschen Dir noch eine schöne Zeit. Herzliche Grüße aus der Heimat senden Dir
Gerald und Barbara Braune.
Hallo,
vielen Dank für euren Kommentar. Die Eindrücke hier sind echt unvergleichbar und besonders. Vielen Dank und Grüße von Sir Bani Yas Island!